Finnland - Land der 1000 Seen

Im Land der 1.000 Seen

- Kajaktour in Südfinnland -

 

Finnland stand schon lange ganz oben auf der Prioritätenliste für einen Kajaktrip. Beim Blick auf den Globus erscheint Südfinnland wie ein vollgesogener Schwamm; perfekt um sich in der Natur zu verlieren. Außerdem reizte uns das zerklüftete Scherengebiet im Westen Finnlands bei Turku. Dieses Jahr fanden wir endlich die Zeit und machten uns auf den Weg.

Der Finnlandtrip begann mit einem kräftezehrenden Road Trip durch Polen, Litauen, Lettland und Estland, bis wir nach gut 2000 km Fahrt in der finnischen Kleinstadt Varkaus ankamen. Die Industriestadt Varkaus liegt am Nordrand des Saimaa-Seengebiets in unmittelbarer Nähe einiger Nationalparks und ist durch Kanäle und natürliche Wasserstraßen mit der finnischen Seenplatte verbunden.

Der Einstieg in einer etwas größeren Stadt brachte uns auch den Vorteil unser Auto sicher in einer Tiefgarage für die Dauer unseres Trips abzustellen.

In den nächsten Wochen paddelten wir durch die unendlichen Seen Finnlands, eine Landschaft dominiert durch Wald und Wasser. Das auf der Landkarte als riesiges, wildes, zum Teil von geschützten Urwäldern bewachsene Gebiet stellte sich dann doch als nicht ganz so einsam heraus. An vielen Seen, vor allem im Einzugsgebiet der Städte, säumen Ferienhäuser die Ufer.

Trotzdem ist es kein Problem jeden Abend eine neue einsame Insel zum Aufschlagen des Lagers zu finden. Und in dem Moment, in dem das Tarp aufgeschlagen ist und das Essen auf dem Lagerfeuer köchelt, geraten die Ferienhäuser in Vergessenheit. Nun in der Einsamkeit angekommen wird die weite Aussicht über die Seen unter der nur widerwillig und auch nur kurz untergehenden finnischen Sommersonne zu einem Genuss. Anders als in den schwedischen Seen trifft man kaum auf Wassersportler, ab und an überholt ein Angler in seinem Motorboot oder ein Schlepper, der tausende von Kubikmetern Holzstämme hinter sich herschleppt.

Auf unserer Fahrt von Varkaus über Savonlinna, vorbei an Punkaharju und durch das Naturschutzgebiet Koloveden kansallispursto konnten wir unseren Speiseplan immer wieder durch Hecht und Barsch aufwerten. Ein langsam am Ufer entlanggeschleppter Wobbler brachte den größten Erfolg. Ansonsten hatten wir für den gesamten Trip Reis, Spaghetti und eingeschweißte Pumpernickel an Bord unserer geräumigen Expedition HV’s.

Nach einigen Wochen wechselten wir das Revier. Einige hundert Kilometer Fahrt und schon waren wir im Scherengebiet bei Turku.

Die See wurde etwas rauer, die Küsten schroffer und das Wasser offener. Nach wie vor gab es genügend unbewohnte Inseln um das Lager aufzuschlagen und durch den stärkeren Wind fanden die extra für das SeaBird Expedition neu entwickelten Kajaksegel endlich die richten Bedingungen um getestet zu werden.

Insgesamt können wir nach diesem Kajaktrip Finnland definitiv für Kajaksportler empfehlen. Allerdings bietet das gigantische Seengebiet  auf die Dauer landschaftlich wenig Abwechslung. Um diese Eintönigkeit aufzubrechen bietet sich ein Abstecher in das Scherengebiet bei Turku an.

 

 

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