Saale & Elbe

600 Kilometer auf Saale und Elbe

– Mit dem Expedition HV von Saalfeld nach Hamburg –

 

Der Trip begann am 14.10 im herbstlichen Hamburg. Schnell waren die drei Expedition HV’s auf dem Autodach festgezurrt und der Kofferraum vollgepackt mit Ausrüstung und Essen für die nächsten zwei Wochen. Mit dem Mietwagen fuhren wir in die thüringische Stadt Saalfeld und setzten in die Saale ein. Die langen Expeditionskajaks erwiesen sich als wahre Transporter: Neben Zelt, Ausrüstung, Kleidung, 15l Wasser, Konserven, Brot und Reis für zwei Wochen, konnten wir auch noch die extra dicken Schlafsäcke, Inlets, Fließdecken und Isomatten unterbringen  – in der Nacht zuvor hatte es zu frieren begonnen.

Die bis dahin für uns unbekannte Saale erwies sich in den kommenden Tagen als sehr schöner, aber auch anstrengender Fluss. Die anfangs durch die zügige Strömung schnelle Reisegeschwindigkeit wurde alle paar Kilometer durch kräftezehrendes Umtragen gebremst. Insgesamt erwarteten uns auf unserem Weg in die Elbe über 25 Stauwehre und Schleusen – ohne einen Kajakwagen ist diese Strecke kaum zu meistern.

Dafür wird der Wanderkajaker auf der Saale an ansprechenden Sandsteinformationen vorbeigeführt, passiert eine Vielzahl von Schlössern und Burgen und findet am Ufer naturbelassene Plätze um sein Lager aufzuschlagen. Eine erstaunliche Fauna prägt die Saale an den Oberläufen: Täglich grüßte der Bieber, Fischreiher standen Spalier und ab und zu zischte ein Eisvogel vorbei.

Am siebten Reisetag erreichten wir auf der mittlerweile auf 0,5 km/h herabgebremsten Saale die Elbe. In der Zwischenzeit hatte sich der Fluss verbreitert, führte trüberes Wasser und anstelle von Bachforellen fingen wir nur noch Rapfen.

Von der Saale in die Elbe

 

Die Elbe ließ sich mit ihrer konstanten Fließgeschwindigkeit von ca. 2,5 km/h sehr gut befahren. Da das zeitraubende Umtragen nun wegfiel, kamen wir täglich auf um die 60 Tageskilometer. Dieses Tagespensum war nur dadurch möglich, dass wir täglich früh aufstanden um mindestens sieben Stunden täglich auf dem Wasser zu sein. Die Expedition HVs lagen gut in dem breiten Strom und ließen sich von den Wasserstrudeln an den Buhnen kaum beeindrucken. Der persönlich einstellbare Sitz und die festgestellten Pedale bewahrten uns vor den obligatorischen eingeschlafenen Oberschenkeln oder Krämpfen in den Beinen.

Am Tag vierzehn hatten wir endlich Hamburg erreicht. Bis auf ein paar Kratzer am Rumpf hatten auch die SeaBird Expeditions die Reise heil überstanden und den ersten ausgedehnten Test mit Bravour gemeistert.

Mit dabei war auch die Nylon Spritzdecke und das Alu/HDPE Paddel. Die Spritzdecke hielt was sie verspricht und ließ währen der gelegentlichen Schauer kein Wasser durch. Lediglich von unten wurde sie durch die kondensierende Flüssigkeit nass. Das Paddel leistete auch gute Dienste und ließ sich durch das ovale Blatt sauber ins Wasser stechen.

 

 

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